Die goldenen Zeiten des Zierfischhandels aus Südamerika sind leider vorbei und die Artenvielfalt der eingeführten Zierfische hat in den vergangenen Monaten stark abgenommen. Bedingt durch Importbeschränkungen, die fortschreitende Zerstörung der Umwelt und das Fehlen von Geldmitteln zur Durchführung von Fangexpeditionen in abgelegenere Gebiete ist in Zukunft mit dem erneuten Import verschiedener L-Welse vor allem aus Brasilien, die noch vor kurzer Zeit zu uns eingeführt wurden, nicht mehr zu rechnen.
Einige Mitglieder der
IG BSSW haben sich deshalb zusammengeschlossen und die AG L-Welse gegründet, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Bestände der Arten, die noch in Reihen der Aquarianer vorhanden sind aber vermutlich nicht so schnell wieder eingeführt werden, zu erfassen, zu koordinieren und durch Nachzucht zu erhalten.
Derzeit gehören vor allem die brasilianischen Arten der Gattungen Hypancistrus, Pseudacanthicus und Panaque zu den Arten, die vermutlich aus unseren Aquarien verschwinden werden, wenn man sie nicht gezielt vermehrt.
Die AG L-Welse versucht durch regelmäßige Bestandserhebungen, die Anzahl der gepflegten und gezüchteten Tiere dieser Arten und damit auch den Bedrohungsstatus der einzelnen L-Welse ermitteln.
Zwar soll die brasilianische Naturschutzbehörde IBAMA derzeit an einer weiteren Neufassung der Positivliste arbeiten und es ist zu erwarten, dass der Import einiger derzeit nicht mehr importierter Tiere bald wieder erlaubt sein wird. Dennoch werden am Ende einige Arten vermutlich nie wieder als Wildfänge zu uns gelangen. Nur durch rechtzeitiges Handeln lassen sich diese Arten für die Aquaristik erhalten. Das ist aber sicherlich nur möglich, wenn die Bestände dieser L-Welse bekannt sind, weshalb die AG L-Welse auch um Ihre Mithilfe bittet.
Nähere Informationen erhalten Sie auf der Internetpräsenz l-welse.ig-bssw.org.