Rückblick auf die 1. Internationalen L-Wels-Tage 2009

Seit dem 29.11.2009 um 16.00 Uhr sind die 1. Internationalen L-Wels-Tage Vergangenheit.

Nun wollen wir endlich einmal ein Resümee ziehen.

Es begann mit einer Idee von Ingo Seidel und mir (Andreas Tanke) während einer Zugfahrt. So langsam wurde dann aus dieser Idee Realität, auch wenn es doch sehr zurückhaltend anfing. Auf der Gründungsversammlung der IG BSSW stellten wir unsere Pläne vor und erhielten interessierte Kritiken. Erfreulicherweise konnten wir schon im Februar 2009 mit Matthias Kählig (Panta Rhei GmbH) unseren Hauptsponsor und Mitveranstalter gewinnen. Ohne ihn wäre es kaum möglich gewesen, solch ein ungewisses Abenteuer einzugehen.

Dadurch konnten wir beruhigt an die Planungen gehen und ein ambitioniertes Vortragsprogramm zusammenstellen. Unsere ersten Hoffnungen gingen von 50-60 Teilnehmern aus. Lange Zeit sah es auch so aus, als ob sich diese Zahlen kaum übertreffen ließen.

Im Laufe der dann noch folgenden Monate konnten wir neben der erfolgreichen Zusammenarbeit mit den wichtigsten deutschen Aquaristik-Zeitschriften (DATZ, Aquaristik-Fachmagazin und der Amazonas) auch noch auf die große Internetgemeinde bauen. Exemplarisch sei einmal Planetcatfish.com genannt, wo wir unsere Werbebanner platzieren konnten, aber auch die vielen großen und kleinen Foren bei denen wir unsere Informationstexte einstellen durften. Ebenfalls sehr hilfreich waren viele Internetuser, die unsere Werbebanner in den Foren in ihre Signatur platziert hatten.


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Das Veranstaltungsgebäude (PZH) von aussen.

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Mit vielen fleissigen Händen liessen sich die restlichen Arbeiten schnell erledigen.

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Noch leere Sitzreihen.

Hiermit möchten wir all diesen Leuten einmal unser Dankeschön aussprechen.


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Jens Gottwald und Lucia Rapp Py-Daniel in Fachgespräche vertieft

Die Entwicklung der letzten paar Wochen vor der Veranstaltung hatte dann aber unsere kühnsten Träume über den Haufen geworfen. Statt der anfangs angestrebten 60 wurden es schnell 100 und zum Schluss sogar fast 150 Teilnehmer. Dadurch bedingt waren immer mal wieder Umplanungen notwendig, die sich aber allesamt gut realisieren ließen.

Selbst der beruflich bedingte Ausfall eines Hauptreferenten ließ sich ohne Qualitätsverlust meistern, so konnten wir mit Lucia Rapp Py-Daniel eine der führenden brasilianischen Ichthyologinnen für unsere Veranstaltung gewinnen und ihr Einblicke in unser Tun gewähren.
Sehr hilfreich waren auch unsere vielen Kontakte und Freunde die wir in der Aquaristik haben, da wir dadurch auch noch einige Sponsoren gewinnen konnten. Auch diesen sei hier noch einmal gedankt.

Auch wenn es dann am ersten Tage der Veranstaltung noch einige organisatorische Probleme zu beheben gab (hier sei noch einmal den vielen Teilnehmern gedankt, die spontan mit geholfen hatten, diese zu lösen) ging es dann gleich richtig gut los.


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Hans Evers bereitet sich auf seinen Vortrag vor.

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Andreas Tanke und Ingo Seidel stellen die Arbeit der AG L-Welse vor.

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Julian Dignall stellte Ideen zu Kooperationen der AG L-Welse und planetcatfish.com vor.

Hans Evers hielt einen sehr humorvollen und interessanten Vortrag über die Zukunft der Harnischwelse. Das Thema war zwar nicht darauf ausgelegt, dass er eine verbindliche Aussage treffen konnte, aber seine viele Andeutungen gingen ganz klar in die Richtung, dass die Zukunft der Harnischwelse nur von uns selbst beeinflusst werden kann. Nämlich im Wesentlichen dadurch, dass wir die vorhandenen Arten für die Aquaristik erhalten. Womit wir dann schon gleich den passenden Übergang zu dem zweiten Vortrag hatten.

Wir (Andreas Tanke und Ingo Seidel) stellten die Arbeit der AG L-Welse vor. Näheres dazu ist der Webpräsenz der AG L-Welse zu entnehmen. Gleich nach diesem Vortrag machte Julian „Jools“ Dignall weiter und zeigte Möglichkeiten auf, wie die AG L-Welse und sein Internetprojekt planetcatfish.com zusammenarbeiten können.

Gegen 22 Uhr ging es dann so langsam zum gemütlichen Teil des Abends über, in vielen kleinen und größeren Gruppen saßen dann die Teilnehmer noch bis nach 4 Uhr morgens in fachlichen Diskussionen zusammen. Interessant war es immer wieder zu sehen, wie flexibel die Teilnehmer in der Lage waren, sich dann schnell auf die ausländischen Gäste einzurichten und die Diskussionen dann in Englisch weiterzuführen.


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Der harte Kern ließ sich auch von der fortgeschrittenen Zeit nicht abhalten.

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Diskussionen gab es auch in kleineren Gruppen.

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Morgens ging es dann mit dem Shuttle-Service wieder zur Tagungsstätte.

Nach einer kurzen Nacht begann es dann am nächsten Morgen um 9 Uhr mit einem Vortrag von einem der “Erfinder” der L-Welse, Rainer Stawikowski. Er berichtete darüber, wie die Idee überhaupt entstand und zeigte einen groben Überblick über die Vielfalt der L-Welse.

Anschließend nahm uns Julian Dignall mit auf die Reise nach Peru und Venezuela, wo er einige interessante Harnischwelse fangen konnte.

Gleich im Anschluss daran stellte uns Ingo Seidel die neuesten L-Welse vor, die er auf Reisen im nördlichen Brasilien nachweisen konnte.


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Rainer Stawikoswki:
'L-Welse in Amazonien – wie alles begann'

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Lucia Rapp Py-Daniel: 'Zu viele L-Nummern! Wer verbirgt sich dahinter?'

Frisch gestärkt ging es nach dem Mittagessen dann mit Matthias Kählig (Panta Rhei GmbH) weiter. Er stellte uns beeindruckende Unterwasseraufnahmen aus dem Amazonas vor. Diese Aufnahmen stammen von Reisen, die er zusammen mit Oliver Lucanus machte. Er gab dabei eine kleine Vorschau auf die vielen phantastischen Unterwasseraufnahmen, die er gemeinsam mit Oliver Lucanus in dem Buch „Der Amazonas unter Wasser“ zusammengestellt hat.

Mit ebenso prächtigen Biotopen ging es danach gleich weiter: Håvard Støre Andresen unterrichtete uns im Aquascaping für Harnischwelse. Es ist schon Wahnsinn was man alles machen kann, wenn man sich nur die Zeit dafür nimmt.

Nach einer kurzen Kaffeepause gab es einen zweiten Vortrag von Ingo Seidel, wo er uns einige Harnischwelse einmal im Detail vorstellte. Hierbei seien noch mal die hübschen Nachzuchten des Pseudacanthicus sp. L65 erwähnt.

Zum Abschluss des zweiten Tages gab es dann einen sehr interessanten Vortrag von Lucia Rapp Py-Daniel über einige Zusammenhänge zwischen L-Nummern und validen Arten.

Danach ging es dann wieder zum gemütlichen Teil über. Es gab wieder viele Diskussionen und auch waren an diesem Abend deutlich mehr Leute mit einer guten Ausdauer gesegnet, bevor dann gegen 3 Uhr die letzte Runde eingeläutet wurde.


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Alle Referenten auf einen Blick.

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Intensive fachliche Gespräche bis spät in die Nacht charakterisierten die Veranstaltung.

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Vollgepackt ging es morgens dann wieder zurück zur Tagungsstätte.

Der Sonntag begann mit dem zweiten Vortrag von Lucia Rapp Py-Daniel, in dem sie u.a. von der Expedition des INPA und der IBAMA zum Rio Xingu berichtete. Sie stellte hierbei einige interessante Arten vor.


Nach einer kurzen Pause ging es dann mit den von vielen Teilnehmern lange ersehnten Züchtervorträgen weiter.

Es begann mit der Vermehrung einiger Panaqolus-Arten von Andreas Tanke, wobei es um L306, L398 und Panaqolus sp. “Curuá-Una” ging.

Gleich im Anschluss berichteten Elko Kinlechner über seine Erfolge bei Ancistomus sp. L208 und Wolfgang Heinrichs über seine gelungene Nachzucht von Peckoltia sp. L218, bevor es dann zum Mittagessen ging.

Nachdem dann alle hungrigen Mäuler gesättigt waren – es gab Pasta mit verschiedenen Saucen und als Adventsüberraschung noch Vanilleeis mit heißen Kirschen – folgten dann die letzten drei Züchtervorträge, die bewiesen, dass die Schweizer nicht nur Ricola erfunden haben sondern auch Fische züchten können. Es begann Hannes Leuenberger mit einem interessanten Beitrag über die Erstnachzucht von Baryancistrus sp. L177 gefolgt von Udo Wanninger, der uns mit der von ihm bekannten Geschwindigkeit über seine Erfahrungen mit Oligancistrus sp. L354 berichtete. Als letzter schweizerischer Züchtervortrag schloss sich dann noch Ulrich Waelti mit seinem Beitrag über die Zucht von Leporacanthicus sp. L241 an.


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Roland Kipper referierte über die Gefahren der Hybridisierung speziell bei Hypancistren.

Zum Abschluß berichtete Roland Kipper noch über die wohl größte Gefahr bei der Haltung und Nachzucht von Hypancistrus, nämlich die Hybridisierung. Wir mussten lernen, dass Vertreter dieser Gattung offensichtlich noch nicht einmal vor enormen Größenunterschieden halt machen, denn es gab schon Kreuzungen zwischen 6 und mehr als 12 cm großen Tieren.

Mit leichter Verspätung gingen dann so gegen 16 Uhr die letzten Teilnehmer auf ihre Heimreise.

Als Resümee der Veranstaltung kann man wohl am Besten ein Zitat vieler Teilnehmer mitnehmen: „Schade, dass es erst wieder in zwei Jahren so weit ist!

In diesem Sinne noch mal vielen Dank an alle Teilnehmer, Sponsoren und Helfern.

Für das Organisationsteam

Andreas Tanke

PS: Falls noch jemand Interesse an T-Shirts von den 1. Internationalen L-Wels-Tagen hat, wir haben noch einige T-Shirts in der Größe 2XL zu vergeben. Meldet euch doch einfach unter (andreas.tanke@l-wels-tage.de), oder telefonisch unter (0 50 32) 94 92 4-0.

Zum Abschluß noch einige Bilder die uns von den Teilnehmern eingesandt wurden: